NEMCI VEN - DEUTSCHE RAUS!
Der Brünner Todesmarsch - Die Geschichte einer Vertreibung

Die Deportation von unvorstellbaren drei Millionen deutschprachigen Bürgern aus der Tschechoslowakei, und der sogenannte Brünner Todesmarsch, bei dem im Frühjahr 1945 mehr als 5.000 Menschen durch Entkräftung, Tötung und Krankheiten ums Leben kamen, sind ein zutiefst umstrittenes Kapitel Zeitgeschichte – in dem es bis heute keine Versöhnung gegeben hat.

Beide Seiten sahen und sehen sich immer noch als Opfer: die Tschechen als Opfer der nationalsozialistischen Unterdrückung, die Sudetendeutschen und Südmährer als Opfer der Vertreibung durch die Tschechen.

„Němci ven! Deutsche raus“ ist ein bewegender Film, der Vertriebene und Vertreiber auf ihrer dramatischen Reise in die unbewältigt schwelende Vergangenheit begleitet.

Vertriebene und Vertreiber auf ihrer dramatischen Reise in die Vergangenheit

Die Idee zu diesem Dokumentarfilm ist in mir gereift, als ich vor einem Massengrab auf dem Friedhof meiner Heimatstadt Mistelbach stand, in dem 131 Menschen beerdigt wurden, die den „Brünner Todesmarsch“ nicht überlebt hatten.

Wer waren diese Menschen? Warum kam es damals und kommt es bis heute zu Vertreibungen? Wie wird man Opfer, wie Täter? Wie entsteht Rache? Und was kann der Einzelne, die Einzelne dazu oder dagegen tun? Und vor allem auch: Wie passiert Versöhnung und ist es möglich, aus der Geschichte zu lernen?

Der Film will aufzeigen, wie unscharf und verschwommen die Grenzen zwischen „Gut“ und „Böse“ verlaufen – und wie hier innerhalb weniger Jahre Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern wurden.

Gleichwohl geht es um die Frage, wie es Menschen in ihrem Innersten geht, die ihre gewohnte Umgebung verlassen mussten, und was es bedeutet, die Heimat und damit die eigenen Wurzeln verloren zu haben.

Der Film lässt die Zeitzeugen sprechen, ohne zu urteilen, und dokumentiert Geschichte als das was sie zuallererst ist: als die Geschichten von Menschen.

Simon Wieland

"Němci ven. Deutsche raus!" erzählt in eindringlichen Bildern die Geschichte des Brünner Todesmarsches, auf dem im Frühjahr 1945 etwa 5.000 Menschen bei ihrer Vertreibung aus Brünn und Südmähren zu Tode gekommen sind. Und sie beleuchtet die Hintergründe der Deportation von unvorstellbaren drei Millionen deutschsprachigen Bürgern aus der damaligen Tschechoslowakei.

Simon Wieland und Andreas Kuba begleiten die Vertriebenen dabei auf ihrer dramatische Reise zurück in die Vergangenheit, in die Städte, Dörfer, Häuser oder Wohnungen, aus denen sie vor fast siebzig Jahren über Nacht deportiert wurden – und die sie nun oft zum ersten Mal wieder besuchen. Dabei erzählen die Zeitzeugen – wie schon in „Heil Hitler, die Russen kommen“ – so ehrlich und intim wie nie über ihr Schicksal und wie sie bis heute damit kämpfen.

NÖN

Nemci Ven – Deutsche raus
Der Brünner Todesmarsch – Die Geschichte einer Vertreibung

In Zusammenarbeit mit dem Land NÖ, dem ORF(Film/Fernsehabkommen) und dem Österreichischen Filminstitut.

Regie:
Simon Wieland

Interviews:
Andreas Kuba

Schnitt:
Claudia Linzer

Musik:
Peter Kaizar

Recherchen:
Ingrid Fröschl

Herstellungsleitung:
Michael Holzinger

Kino Dokumentarfilm 90 min Full HD Video

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Terminauswahl
Ticket á € 10.-

Ihre Meinung zum Film bitte an: mail@simonwieland.com

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